Benefiz-Buffet mit 100 Teilnehmern im ParkHotel Fulda zu Gunsten der Ukrainehilfe des Kolpingwerks im Bistum Fulda

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Das Update mit großer Bildergalerie. Mehr als nur ein Essen – Ukrainische Esskultur, Inhaltliche Impulse und 4.000,00 € Spendenerlös.

„Die Nöte der Zeit werden Euch lehren, was zu tun ist.“ Nach diesem Zitat Adolph Kolpings handelt zurzeit der Kolpingverband weltweit. Die Hilfe der Kolpingsfamilien vor Ort hat viele Gesichter: Geld- und Sachspenden, Friedensgebete, Flüchtlingshilfe und vieles mehr. Kolping International ist seit Kriegsbeginn mit großen Anstrengungen dabei, die Kolpingverbände Ukraine, Polen, Rumänien und Slowakei zu unterstützen.

Das Kolpingwerk im Bistum Fulda und das ParkHotel Fulda haben tatkräftig Wohnraum geschaffen, um Flüchtlingen aus der Ukraine eine Unterkunft zu bieten. Im ParkHotel Fulda sind bereits 10 Flüchtlinge eingezogen, im pings Azubikampus in Fulda wurden die Kapazitäten in 20 freien Bewohnerzimmern aufgestockt, damit ca. 60 Menschen untergebracht werden können. Die ersten Flüchtlinge mit kurzer Verweildauer kamen bereits diese Woche auf dem Azubikampus an, dauerhafte Gäste werden in ca. einer Woche erwartet.


Da war die Idee schnell geboren, zur Finanzierung all dieser Aktivitäten ein Benefiz-Buffet im ParkHotel Fulda zu organisieren. Nur zwei Wochen Vorlaufzeit und ein Abend mit 100 Teilnehmern und einem ukrainischen Buffet konnte stattfinden, natürlich nach den geltenden Coronaregeln. Der Erlös der 25,00 €, die jeder für sein Essen zahlte zuzüglich der Getränke kommt zu 100 % der Ukrainehilfe des Kolpingwerks zugute. Dies machten das ParkHotel Fulda, aber auch Sponsoren für den Wareneinkauf möglich, denen herzlich gedankt wird.
Wie schmeckt die Ukraine? Italien, Frankreich und Spanien; da kennen wir alle Pizza, Crepes und Paella. Aber die ukrainische Küche bot manches neues Geschmackserlebnis: Natürlich gab es die berühmte Suppe Borschtsch, eine Rote-Beete-Suppe und am Vorspeisenbuffet luden raffinierte Salate und Leckereien zum Probieren ein. Golubtsy, Blinis, Kiewer Kotelett, Maccaroniauflauf sowie Hähnchen und Schwein in Aspik waren die Hauptspeisen. Und auch die Nachspeisen wie Napoleontorte und Teigtaschen mit Kirschen ließen keine Wünsche offen.


Aber der Abend war so viel mehr als nur Essen. Kolpinggeschäftsführer Steffen Kempa begrüßte die Gäste und berichtete von der Flüchtlingshilfe des Kolpingwerks im Bistum Fulda. Diözesanvorsitzender Josef Richter erzählte von den weltumspannenden Aktivitäten von Kolping International und Pfr. Togar Pasaribu aus der Kolpingsfamilie Petersberg erinnerte in seinem geistigen Impuls an das „Fürchtet Euch nicht“ aus der Bibel und an die Osterbotschaft.
Besonders emotional wurde es, als Daniela Möller vom Vorstand des Kolpinghaus Fulda e.V. sehr sensibel eine junge Ukrainerin interviewte, die im ParkHotel Fulda nach ihrer Flucht mit ihrem Kind Unterkunft gefunden hat. Sie zeigte sich sehr dankbar für die Unterstützung und hatte auch dem Küchenteam mit Rat und Tat, beim Einkauf, der Speisenplanung und der Zubereitung für das Benefizbuffet zur Seite gestanden. Sehr traurig und besorgt ist sie darüber, dass der Rest ihrer Familie zurückbleiben musste und dabei sagte Schweigen mehr als viele Worte.
Übersetzt wurde das Gespräch von der Mitarbeiterin des ParkHotels, Christina Maurer, die durch ihre Russischkenntnisse hilft, Sprachbarrieren zu überwinden.
Besucher aller Altersgruppen waren gekommen, die gebannt zuhörten, Kolpingsfreunde aus dem ganzen Bistum Fulda und viele Gäste, die die Idee des Benefizbuffets gerne unterstützten wie z.B. auch Oberbürgermeister Heiko Wingenfeld mit seiner Frau.


So war der gelungene Abend sehr viel mehr als nur ein Benefizbuffet. Es erfolgte ein Einblick in die Esskultur des Landes, die Gespräche drehten sich um die aktuellen Ereignisse, die verschiedenen inhaltlichen Impulse erschlossen eine Auseinandersetzung mit dem, was im Moment eine „Zeitenwende“ genannt wird.