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Niederkleiner Pfarrheim wird zum Piratenschiff

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Bereits zum fünften Mal brachte die Kinder- und Jugendtheatergruppe der Kolpingfamilie Niederklein Ende April diesen Jahres ein Theaterstück auf die Bühne und feierte damit ein kleines Jubiläum. 


Nach einem Vampir- und einem Märchenstück, der Geschichte des Koboldes Hugo und einer Kriminalkomödie um drei schrullige alte Damen im vergangenen Jahr, wagten sich die beiden Leiterinnen der Theatergruppe, Aline Horner und Kristin Ludwig und ihre zwölf Nachwuchsschauspielerinnen in diesem Jahr sprichwörtlich in neue Gewässer. Mit dem Stück „Die Schatzinsel“ von Peter Klusen versetzten sie die Zuschauer, mit Unterstützung von Chris Kaletsch, der für die Licht- und Soundeffekte zuständig war, an den drei Aufführungstagen (20./21.u.22.04.) zurück in die Zeit von einbeinigen Seeräubern und mutigen Schatzsuchern in der Mitte des 18. Jahrhunderts.

Zum Stück: Das Theaterstück „Die Schatzinsel“ beruht auf dem gleichnamigen Jugendbuch-Klassiker von Robert Louis Stevenson, der bereits mehrfach verfilmt wurde. Peter Klusen hat den Roman für das Kinder- und Jugendtheater bearbeitet und ein 90-minütiges Stück für 12 Darsteller daraus entworfen. Die Geschichte beginnt im Gasthof „Admiral Benbow“ an der englischen Küste, der von Mrs. Hawkins (gespielt von Sophie Richter) und ihrem Sohn Jim (Sarah Kremer) betrieben wird. Hier hat sich ein geheimnisvoller Gast mit Namen Bill Bones (Julia Goldbach) einquartiert, der Jim eines Abends verrät, dass der einbeinige Long John Silver (Sarah Celine Fabian) und seine Piratenbande auf der Suche nach ihm sind, da er im Besitz einer Karte jener Insel ist, auf der sich der Schatz des legendären Käpt’n Flint befindet. Als plötzlich der blinde Pew (Clara Goldbach) im Gasthof auftaucht und Bill Bones eine Botschaft von John Silver überreicht, wird klar, dass die gefürchteten Piraten Bill Bones nun tatsächlich aufgespürt haben. Doch bevor diese die Schatzkarte an sich nehmen können, kommt ihnen Jim zuvor. Gemeinsam mit seinem väterlichen Freund Doktor Livesey (Hannah Schick), dem reichen Schiffseigner Sir Trelawney (Isabel Lenz) und Kapitän Smollet (Sarah Schwink) begibt sich Jim an Bord der „Hispaniola“ auf eine abenteuerliche Reise zur Schatzinsel. Was die vier nicht wissen, ist, dass sich Long John Silver und seine Kumpane „Schwarzer Hund“ (Emilie Schmidt), Israel Hands (Emilia Gruß) und Dick (Leonie Katschner) mit Hilfe einer geschickten Täuschung als Schiffsmannschaft haben anheuern lassen und nun ebenfalls an Bord der Hispaniola sind. Als das Schiff nach einer langen Seereise mit einigen Widrigkeiten endlich die Schatzinsel erreicht, wollen die Piraten das Schiff übernehmen. Es kommt zu Kämpfen und einer Entführung, doch der liebenswerte Ben Gunn (Katharina Herfert), der seit drei Jahren einsam auf der Schatzinsel lebt, kann die vier Schatzsucher vor den Piraten retten und reist schließlich gemeinsam mit ihnen und Käpt’n Flints Schatz zurück nach England.

Die zwölf Darsteller brachten das Stück, für das sie seit etwa fünf Monaten geprobt hatten, unterhaltsam, spannend und humorvoll auf die Bühne und begeisterten das Publikum, das sich trotz des sommerlichen Wetters zahlreich im Niederkleiner Pfarrheim einfand.

Auf eine kleine Besonderheit wies Fritz Gnau, in der Kolpingfamilie zuständig für die Theaterarbeit, am Ende noch hin: Die furchtlosen Schatzsucher und draufgängerischen Seeräuber wurden allesamt bravourös von weiblichen Darstellern gespielt. Gnau erwähnte abschließend mit einem Augenzwinkern, dass er bereits nach der Aufführung im vergangenen Jahr, die ebenfalls ausschließlich von weiblichen Schauspielerinnen auf die Bühne gebracht wurde, die Vermutung angestellt hatte, dass die Niederkleiner Jungen alle zu feige zum Schauspielern seien und sich diese Vermutung nun bestätigt habe. Er betonte in diesem Zusammenhang, dass sich die Kinder- und Jugendtheatergruppe der Kolpingfamilie über interessierten Theaternachwuchs immer freue und jeder, der Lust auf das Theaterspielen hat, ob Junge oder Mädchen, gern gesehen sei. An dieser Stelle sei abschließend auch noch einmal allen Helfern beim Bühnen Ab- und Aufbau, bei der Erstellung der Kulisse, bei der Maske, im Verkauf und im Vorfeld der Aufführungen gedankt, ohne die die jährlichen Theateraufführungen nicht möglich wären.

 

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