Bezirk Nordhessen - Auf der Spur des Goldes in Korbach

Bezirk Nordhessen - Auf der Spur des Goldes in Korbach

Bezirk Nordhessen - Auf der Spur des Goldes in Korbach

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Bezirk Nordhessen - Auf der Spur des Goldes in Korbach

Bei traumhaft schönem Wetter machten sich 16 Kolpingschwestern und -brüder des Bezirks Nordhessen gemeinsam mit Bezirkspräses Ulrich Trzeciok auf den Weg in die Kreisstadt Waldeck‑Frankenbergs – die einzige hessische Hansestadt: Korbach.

 

Als erstes Ziel stand das historische Goldbergbaurevier am Eisenberg im kleinen Ort Goldhausen auf dem Programm. Während der Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges vor rund 290 Millionen Jahren kristallisierte in den Kluftbereichen des Eisenbergs so viel Gold, dass dort die vermutlich reichste Goldlagerstätte Deutschlands entstand. Der Abbau ist längst Geschichte, doch immer wieder gab es Untersuchungen, ob die noch vorhandenen Vorkommen eine erneute Förderung rechtfertigen könnten. Neuere Prospektionsstollen zeugen davon.

Unter fachkundiger Führung erkundeten die Teilnehmenden in zwei Gruppen die Stollen des Bergwerks. Ausgestattet mit wetterfester Kleidung, Gummistiefeln und Geleucht fuhr man ein in die teils niedrigen, feuchten Gänge – denn ein Bergmann „geht“ nicht, er „fährt“. Schon nach wenigen Metern wurde deutlich, wie unverzichtbar ein Schutzhelm ist, um unangenehme Begegnungen mit dem Fels zu vermeiden. Den übrigen Schutz übernahm die Heilige Barbara, Schutzpatronin der Bergleute, deren Statue in einer Felsnische des Bergwerks ihren Platz hat.

An mehreren Stationen unter Tage erhielten die Gruppen anschauliche Erläuterungen zu den geologischen Besonderheiten des Eisenbergs sowie zu den mühsamen und oft gefährlichen Arbeitsweisen der Bergleute – sowohl im Mittelalter als auch in jüngerer Zeit während der Prospektions- und Explorationsphasen.

Wieder wohlbehalten über Tage angekommen, führte ein kurzer Spaziergang zum nahegelegenen Georg‑Viktor‑Turm auf der Spitze des Eisenbergs. Die Landschaftsgeschichte Waldeck‑Frankenbergs birgt zahlreiche spannende Geheimnisse, die sich dort mithilfe moderner Technik eindrucksvoll erleben lassen. Wer wollte, konnte per Smartphone eine virtuelle Zeitreise antreten und längst vergangene Welten aus urzeitlichen Meeren, ausgestorbenen Pflanzen und Tieren, Wüstenlandschaften und Gebirgszügen in die Gegenwart holen. Doch an diesem Tag genügte vielen bereits der Blick in die Weite: Die Aussicht vom Turm in alle Himmelsrichtungen war schlicht überwältigend.

Mit vielen Eindrücken ging es anschließend hinunter in die Stadt Korbach zum Domizil der katholischen Gemeinde St. Marien, wo die Kolpingsfamilie Korbach zu Getränken und Speisen vom Grill eingeladen hatte. Vorsitzender Franz Karl Niemann und sein engagiertes Team hatten einen reich gedeckten Tisch vorbereitet. Der Sprecher unseres Leitungsteams, Roland Schippany, bedankte sich mit kleinen Präsenten für die herzliche Gastfreundschaft.

Kolpingbruder Franz Karl ließ es sich nicht nehmen, die Gäste anschließend auf eine fachkundige Führung durch seine Heimatstadt mitzunehmen. Auf der rund eineinhalbstündigen Tour erfuhren die Teilnehmenden viel über die Geschichte Korbachs und seine markanten Bauwerke – darunter die beiden Hauptkirchen St. Kilian (Altstadt) und St. Nicolai (Neustadt). Eine Besonderheit verbindet beide Gotteshäuser: In ihnen befindet sich jeweils ein Flügelaltar desselben Künstlers, des sogenannten Korbacher Franziskanermalers.

 

Ebenso beeindruckend präsentierte sich das Wolfgang‑Bonhage‑Museum, ein mehrfach preisgekrönter Bau, der historische Substanz mit moderner Architektur verbindet. Entworfen wurde das Gebäude vom Kasseler Architekturbüro Penkhues.

Nach einer weiteren Stärkung bei Kaffee und Kuchen besuchte die Gruppe gemeinsam die Vorabendmesse in St. Marien. Mit einer Gegeneinladung und vielen schönen Eindrücken verabschiedeten sich die Kolpinggeschwister aus Nordhessen nach einem rundum gelungenen Tag in Korbach.

Kreuzweg BürabergKreuzweg Büraberg

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